Sozial/emotionaler Bereich

 

Unsere Kinder wachsen heute unter anderen Bedingungen auf, wie wir früher. Hier finden sich bestimmt einige positive Faktoren, die den Kindern eine angenehmere Kindheit ermöglichen, aber ebenso können wir uns nicht den negativen Einflüssen entziehen, die unsere Kinder im sozialen und emotionalen Bereich belasten:

 

  • Leistungsdruck und Überforderung:

Durch die Pisa-Studien, den Umbruch in den Kindertageseinrichtungen und Schulen und den Ganztagesbetreuungsangeboten hat sich das Leben unserer Kinder rapide verändert. Viele Kinder bewältigen heute eine 35 bzw. 45 Stunden-Woche, teilweise mehr, als ein Arbeitnehmer arbeitet. Hinzu kommen Angebote, wie Computer und Englisch-Kurse, musikalische Früherziehung, Tanzen und Freizeitbeschäftigungen, die wir an dieser Stelle nicht abwerten möchten. Doch durch die Fülle an Betreuungszeiten und Angeboten bleibt das "Spielen", die eigentliche Hauptbeschäftigung eines Kindes, häufig auf der Strecke....

...Und der Leistungsdruck steigt schon im Vorschulalter, denn wir wollen unsere Kinder ja "fit" für die Schule und das Lernen machen.

 

  • Stress

Wer fühlt sich heute nicht gestresst? Der Begriff Stress ist in der Alltagssprache eindeutig negativ behaftet, da er mit Überforderung gleichgesetzt wird. Doch nicht nur Erwachsene fühlen sich überfordert, auch den Kindern geht es nicht besser: Schulstress, Lernstress, Umweltstress, Stress mit Freunden, Freizeit- und Terminstress - die Reihe lässt sich beliebig fortführen. Der Begriff Stress spielt eine zentrale Rolle, da körperlicher und/oder seelischer Stress als Auslöser für Lernblockaden gilt.

 

  • Medienüberflutung

Der Reiz, den die elektronischen Medien auf unsere Kinder ausüben ist gigantisch. So verbringen viele Kinder bis zu vier Stunden täglich vor dem Fernsehenr oder mit Computer und Spielekonsolen. Hier werden ausschließlich die 2-Dimensionalen-Ebenen angesprochen. Statt ihre Umwelt bei Spiel und Bewegung mit allen Sinnen zu erkunden und zu erforschen, also primäre Erfahrungen zu machen, lassen sich die Kinder "berieseln". Augen und Ohren werden dadurch überreizt, die übrigen Sinne hingegen unterfordert, die Folgen sind nur allzu gut bekannt: Konzentrations- und Wahrnehmungsprobleme, sowie Antriebslosigkeit. Auch die Erprobung im sozialen Umfeld und die Kommunikation mit Gleichaltrigen werden verhindert, denn ein Kind, das den Nachmittag vor dem Fernseher verbringt, hat keine Zeit und kein Bedürfnis mehr, seine Speilkammeraden zu treffen - es sei denn im Chat.

 

  • emotionale Bindungen 

Kinder gebrauchen für ihr seelisches Gleichgewicht die Geborgenheit in der Familie und klare Werte, an denen sie sich orientieren können.

"Emotionale Stabilität" bedeutet seelisches Gleichgewicht. Unsere Seele kann sich nur im Gleichgewicht befinden, wenn sich auch unser Körper im Gleichgewicht halten kann. Die Motorik zählt als ein "Spiegel unseres Gehirns".

Auch auf diesem Gebiet hat unsere Zeit ihre spezifische Herausforderung: Jede dritte Ehe wird geschieden, was bedeutet, dass immer mehr Kinder nur mit Vater oder Mutter oder in sogenannten "Patchworkfamilien" aufwachsen. Auch "vollständige" Kleinfamilien fühlen sich bei der Erziehung ihrer Kinder zunehmend überfordert, da sie Haushalt, Beruf (oft sind beide Elternteile berufstätig) und Kindererziehung bewältigen müssen. Häufig bleibt hier wenig Zeit für die Kinder übrig. Hinzu kommt, dass viele Kinder mittlerweile durch die Ganztagesbetreuung in Kindertageseinrichtung/Schule oft mehr Zeit verbringen müssen (bis zu 45 Stunden pro Woche) als die reguläre Arbeitszeit von Erwachsenen (38,5 - 40 Stunden pro Woche). Lernen wird durch frühkindliche Bindungen geprägt. Diese geben den Kindern Sicherheit und ein gutes Selbstwertgefühl. Schade, wenn dieser überaus wichtige Aspekt in unserer heutigen Zeit immer mehr verloren geht, weil einfach die "Zeit" fehlt.

 

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